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Thun Thun Thun

Thun shows us the mountains, its lake and oftentimes sun. Percussionist Julian Sartorius shows us what Thun can sound like. Go on a trip of discovery - with audioguide or directly via www.thunthunthun.ch

Julian Sartorius is an internationally renowned drummer and percussionist. He works overarching disciplines and with artists such as Sophie Hunger, Matthew Herbert, Sylvie Courvoisier and many others. Born in Thun in 1981, he is rooted in the region, but is on the road all over the world. He has received several awards for his work. 

Für ThunThunThun bespielte Julian Sartorius ausgewählte Orte mit seinen Drumsticks. Folgt man den Wegmarken auf der mobilen Stadtkarte, kommt man zu den Stationen und der passende Track zum Ort schaltet sich frei. Einblicke in die weiteren Arbeiten von Sartorius gibt seine Webseite: www.juliansartorius.com.

There is a publication accompanying the city walk. It shows Sartorius' sound tracks as drawings. For that, he placed sheets of paper on the surfaces he drummed on and rubbed charcoal over them. The frottages make the textures of the sound material visible and create another kind of rhythm. 

Einladung zur Verschnaufpause

Jeppe Hein, Modified Social Bench NY #13, 2015, Foto: Dominique Uldry
Courtesy König Galerie, Berlin; 303 Gallery, New York; Galleri Nicolai Wallner, Kopenhagen
Schenkung an die Stadt Thun im Rahmen des genossenschaftlichen Engagements der Mobiliar

Jeppe Hein, Modified Social Bench NY #13, 2015, Foto: Romel Janeski
Courtesy König Galerie, Berlin; 303 Gallery, New York; Galleri Nicolai Wallner, Kopenhagen
Schenkung an die Stadt Thun im Rahmen des genossenschaftlichen Engagements der Mobiliar

Mit Einatmen – Innehalten – Ausatmen (3.3. – 29.7.2018) zeigte das Kunstmuseum Thun die erste institutionelle Ausstellung des dänischen Künstlers Jeppe Hein (*1974 in Kopenhagen) in der Schweiz, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entstanden ist. Hein musste 2009 nach einem totalen Erschöpfungszustand seine bisherige Lebensweise komplett überdenken. Bewusstes Atmen wurde zu einem wichtigen Element in seinem Alltag, sei es zur Entspannung, um Balance in der Welt zu finden, sich ins Hier und Jetzt zurückzubringen oder als Werkzeug für seine Kunstwerke. Im Fokus der Ausstellung im Kunstmuseum Thun stand das Thema Atem, die durch unterschiedliche Installationen zu einem sinnlichen Parcours einlud.

MODIFIED SOCIAL BENCH NY # 13 (2015)

Im Aussenraum vor dem Kunstmuseum auf der Aareseite in der Nähe des Spielplatzes ist eine von Hein gestaltete Sitzbank, die Modified Social Bench NY #13 positioniert. Sie lädt mit Blick über die Aare bis zu den Bergen zum Innehalten und zu einer Verschnaufpause ein – und lässt einen dabei gleich selber Teil der Skulptur werden. Durch ihre Abweichung von gewohnten Bänken und ihre ganz eigene skulpturale Erscheinung vermag die Sitzbank den Dialog und die Interaktion zwischen den Nutzern und Betrachtern anzuregen. Heins Modified Social Benches hinterfragen die räumliche Trennung in sozialen Situationen, insbesondere den Platz, welche Menschen zwischen sich und Anderen für nötig halten. Distanz zwischen Menschen ist Teil nonverbaler Kommunikation, die kulturell sowie sozial geprägt ist. Die Modified Social Benches spielen mit diesem Verhaltensmuster im öffentlichen Raum. Die Form der Modified Social Bench NY # 13 vor dem Kunstmuseum vermittelt den Eindruck, als wäre ihre Sitzfläche weich oder gar geschmolzen. Die Sitzbank bietet einen gemütlichen Platz zum Sitzen und Entspannen, allein oder – auf Grund ihrer Form – nahe nebeneinander.

Nicht nur in New York, Paris oder Kopenhagen können sich die Menschen an einer Jeppe Hein-Bank erfreuen, sondern auch Thun hat eine Modified Social Bench durch grosszügige Unterstützung der Mobiliar erhalten. Die orangerote Sitzbank ist eine Schenkung im Rahmen des genossenschaftlichen Engagements der Mobiliar an die Stadt Thun.

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„Verwunderung, Schmunzeln, Bewunderung, Kopfschütteln… All das löst die knallige Sitzbank von Jeppe Hein aus – und vor allem einen Austausch unter den Leuten. Für mich als Familienvater ist diese als Sitzbank getarnte Kunstinstallation ein verbindendes Element, ein Bindeglied von Kunstwelt und Familien, liegt doch der Spielplatz mit der ThunTanic in unmittelbarer Nähe. Die Ausstellung von Jeppe Hein ist seit Ende Juli nicht mehr zu sehen, umso grösser ist die Freude, dass etwas von der Ausstellung da bleibt!“

Julian von Känel, Generalagent der Mobiliar in Thun