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Führung mit Lesung von Sabine Gisin, Pre-Opening 15. Thuner Literaturfestival

Sarah Oppenheimer, TL_S1, 2019, Graphite on paper (Detail), 28 cm x 58 cm, Courtesy the artist; Galerie Von Bartha, Basel

Heavy File, 2019, Mixed Media auf Leinwand, Folie auf Leinwand und direkt auf der Wand, 500 x 800 cm, courtesy the artist. Foto: Jans Ziehe, Berlin, Ausstellungsansicht Kunst Museum Winterthur (Detail)

Sarah Oppenheimer, S-337473, 2017, Foto: Serge Hasenböhler, Stahl, Glas und Architektur, Installationsansicht: Wexner Center for the Arts, USA, 2017.

Christine Streuli, Kies, 2005, Mixed Media auf Leinwand, 180 x 140 cm, Sammlung Ricola, Foto: Heinrich Helfenstein, Zurich

Christine Streuli, Nightshade_04, 2017, Mixed Media auf Leinwand, 230 x 300 cm, Courtesy Sfeir Semler Gallery, Hamburg/Beirut und die Künstlerin, Foto: Jens Ziehe, Berlin

4. März 2020

18:15 Uhr Kunstmuseum

Sabine Gisin führt das Publikum durch die Ausstellungen Sarah Oppenheimer: N-01 und Christine Streuli: Lange Arme, kurze Beine im Kunstmuseum Thun. Sie hat in ihrem ersten Roman „Teneber Vid“ ihrerseits eine Topographie geschaffen, in der Räume in Landschaften übergehen, worin Peripherien mit den Zentren korrespondieren – ein Roman, der in seiner Gestaltung überrascht, verwirrt und das Offensichtliche vor den Augen der Leserin sich in etwas ganz anderes verwandelt.
Die Funktion, die dabei die Sprache übernimmt, ist eine ganz und gar aussergewöhnliche – oder eher die unmittelbarste: Dinge werden benannt und erhalten so eine Bedeutung, üben Einfluss auf die Umgebung aus und auf den Fortlauf der Geschehnisse – und wiederum darauf, wie der Text fortgesetzt wird. Das klingt alles logisch, ist es auch, mit dem kleinen Unterschied, dass bei Sabine Gisin jene Logik, die gemeinhin als Konsens betrachtet wird, leicht verschoben wird, so dass die Normalität plötzlich als absurd erscheint, und das Ungeheuerliche, das Märchenhafte, das Fantastische als selbstverständlich. 

Eintritt: 15.-/10.-